Im
Verwaltungsaufbau der Bundesrepublik Deutschland bilden die Städte/Gemeinden die
kommunale unterste Stufe.
Der Stadt
Gemünden sind nach dem Grundgesetz die Regelungen der »Angelegenheiten der
örtlichen Gemeinschaft im Rahmen der Gesetze in eigener Verantwortung« (Art.
28 (2) GG) übertragen. Der Bürgermeister und der Stadtrat mit seinen Gremien
sind als politische Organe für die Ausgestaltung dieser Aufgabe zuständig.
Die Stadt
Gemünden als Gebietskörperschaft des öffentlichen Rechts ist
eine eigenständige Rechtspersönlichkeit. Sie besitzt Gebietshoheit und "Allzuständigkeit": das bedeutet, dass sie grundsätzlich
für alle Belange ihres Gebietes zuständig sind. Dies wird lediglich durch die Landes- und
Bundesgesetzgebung eingeschränkt.
Die
Gemeindeordnungen sind die Verfassungen der Städte und Gemeinden. Sie regeln
die Arbeit der kommunalen Organe wie Verwaltung, Gemeindevertretung und Bürgermeister.
Allen Kommunalverfassungen ist die Existenz eines Stadtrates gemeinsam, dem zentrale
kommunale Entscheidungen obliegen.
Die Stadt
Gemünden am Main ist dem öffentlichen Wohl verpflichtet, sodass ihre Betätigung
sowohl einen öffentlichen Zweck erfüllt als auch der Daseinsvorsorge
dient. Neben Pflichtaufgaben (wie etwa Meldewesen,
Abfallbeseitigung, Straßenreinigung) gibt es freiwillige
Leistungen (meist im Sozial- und Kulturbereich wie Theater, Sport,
Stadtbibliothek). Welche freiwilligen Aufgaben eine Kommune wahrnimmt, richtet
sich nach ihrer (finanziellen) Leistungsfähigkeit und wird vom örtlichen
politischen Willen mitbestimmt.
Die Stadt
Gemünden unterhält die folgenden freiwilligen Leistungen:
Das
Kulturhaus mit Volkshochschule, Stadtbibliothek und Musikschule, das Freibad
und den Campingplatz mit Minigolfanlage und Bootsverleih auf der Saaleinsel,
das Ozon-Hallenbad, die Scherenberghalle als Tagungs- und
Veranstaltungszentrum, den Ronkarzgarten bei der Scherenburg, das Huttenschloss
mit Museum, eine Stadtjugendpflege, ebenso Gebäude in den Stadtteilen wie z.B.
die alte Schule in Adelsberg als Dorfgemeinschaftshaus oder auch die alte
Kirche in Wernfeld.
Diese
kulturellen und sozialen Einrichtungen tragen zur Erhöhung der Attraktivität
der Stadt bei. Natürlich ist nicht nur der Unterhalt der Gebäude von Bedeutung.
Hohe Aufmerksamkeit gilt vor allem den Einrichtungen an sich, die mehr als nur "weiche Standortfaktoren" sind und in hohem Maße der Lebensqualität der
Einwohner der Stadt dienen.
Zur
Unterstützung der langfristigen politischen und strategischen Entwicklung der
Stadt Gemünden wird derzeit ein Leitbild entwickelt, das ein Wegweiser für die
zukünftige Gestaltung der Stadt Gemünden am Main sein soll. Fragen hierzu
beantwortet Ihnen gerne der 1. Bürgermeister Georg Ondrasch.